Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass eine solche Einladung begeistert? Und vor allem – wo ist ZOOM? Wir haben schon einiges dazu gelernt!

Unsere Chor-DJ Afro-Dite versprach Schwung in unsere Buden zu bringen, uns zum Schwitzen und vor allem zum Lachen und man konnte vorab Wünsche äußern.

Für mich war es eine komische Vorstellung zuhause allein vorm Computer zu tanzen. Also beschlagnahmte ich das Wohnzimmer mit Laminat, an den Fernseher wurde das Laptop angeschlossen, das Licht gedimmt und Schuhe mit glatter Sohle durften natürlich nicht fehlen. Afro-Dite startete mit „Jerusalema“. Die Choreographie, die wir für unsere Chor-Weihnachtsfeier geübt hatten, war bei mir nicht mehr so ganz präsent, deshalb rief ich meine Tochter zur Unterstützung. Mit viel Spaß und Lachen ging es schon mal los.

Anschließend gab es für uns alle eine sehr persönliche Überraschung. Eine Mitsängerin hatte als Jugendliche mit ihrer Freundin oft vorm Plattenspieler gesessen und sich gewünscht, diesen Walzer – Gold und Silber“ von Franz Lehar - einmal mit dem Mann ihres Lebens zu tanzen. Dieser Wunsch ging nun an diesem Abend nach über 50 Ehejahren in Erfüllung und wir konnten teilhaben und mittanzen. Das eine ZOOM-Disco so rührige Momente haben kann, ist wirklich wunderbar.

Folgend liefen Hits von Queen bis Mark Forster, sowie Soul und Pop – wunderbar querbeet gemixt von unserer Afro-Dite. Ich konnte die laute Musik mit ihrem Rhythmus und viel Tanz total genießen. Jeder hatte die Kamera an, das gab mir das Gefühl mit allen in einem Raum zu sein – nur ich hatte so viel Platz zum Tanzen.

Nach zweieinhalb Stunden verabschiedete ich mich – nicht weil ich genug hatte, sondern weil mein Kuchen noch gerührt werden musste.

Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei, dann aber mit OpenEnd.